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5. Februar 2012

The Last of Us

Im Jahre 2008 zog BBCs "Planet Earth"-Serie die Aufmerksamkeit auf sich mit einem Beitrag über eine Spore namens Cordyceps Fungus. Diese Pilz-Spore befällt nur eine bestimmte Art Ameise, die 24-Stunden-Ameise. Befallene Tiere zeigen ein untypisches Verhalten und wenn sie von Artgenossen entdeckt werden, bringen diese das befallene Insekt so weit weg wie möglich vom Nest und der Zivilisation. Das sterbende Insekt wurde in der BBC Dokumentation von der Infektion gegen den eigenen Willen nach oben getrieben und kletterte immer weiter, bis es nicht mehr ging. Aus dem Kopf der sterbenden Ameise heraus wuchs dann der monströse Pilz. Nach drei Wochen öffnet sich dieser und setzt weitere Sporen frei, die jede Ameise dem Untergang weihen, die sich in der Nähe befindet. Doch das ist nicht alles. Es gibt Tausende von Arten von Cortyceps Fungi und jede davon ist spezialisiert auf eine bestimmte Spezies. Sir Richard Attenborough schliesst den Beitrag mit den Worten

"Der Pilz ist wichtig für die Fauna des Urlaubs, da er es vermeidet, dass eine bestimmte Spezies die Überhand gewinnt. Je zahlreicher eine Spezies wird, desto warscheinlicher ist es für sie, diesem Untergang zum Opfer zu fallen."

2011 las ich in einem Buch mit dem verheissungsvollen Titel "You Might Be A Zombie And Other Bad News" über Toxoplasma Gondii. Dieser Parasit befällt Ratten, kann jedoch nur im Inneren einer Katze überleben. Der Bazille ist bewusst, dass die Ratte irgendwie in die Katze hinein gelangen muss. Der Parasit übernimmt deshalb das Gehirn der Ratte und leitet sie entgegen ihrer natürlichen Instinkte auf Katzen zu. Die Ratte wird vom Parasit dazu programmiert, gefressen zu werden und weiß es selber noch nicht einmal.

Aber das sind ja nur Insekten und Ratten, richtig?

Vor allem Sir Richard Attenboroughs letzter Satz hat Spiele-Regisseur Bruce Straley und Creative Director Neil Druckmann vom Entwicklerstudio Naughty Dog, die zuletzt für Uncharted verantwortlich waren dazu gebracht, über einen Punkt etwas weiter nachzudenken:

Was wäre wenn?

Dies führte für Straley den Fungus aus dem Dschungel auf die PS3. "Was würde passieren, wenn das hier Menschen befällt?" Von diesem Punkt aus ergab sich das Szenario für ihr nächstes Videospiel wie von selbst: Das Ende der Welt.

Die Protagonisten des kommenden Endzeit-Titels sind der ältere und erfahrene Joel und die junge Ellie, die niemals die alte Welt kannte, wie wir sie heute kennen. Aufgewachsen im Chaos und dazu verdammt, in diesem zu sterben.
Der Spieler schlüpft aber in die Haut von Joel, der wie wir in der normalen Welt aufgewachsen ist. Er musste viele dunkle Wege kennen lernen um in der post-Apokalypse überleben zu lernen. Ganz anders als seine Partnerin Ellie. Für sie ist diese brutale und harte Welt das Einzige, was sie jemals kannte. Die "The Last of Us"-Kreativen Straley und Druckmann wissen von der derzeitigen Überfülle an Zombie-Spielen auf dem Videospielmarkt. Doch ihr Spiel soll sich vom Einheitsbrei distanzieren, in dem nicht Horror, Schockmomente und Schiesswut im Mittelpunkt stehen, sondern der menschliche Charakter und seine emotionale Adaption an die im Situationen im Spiel.

Noch mag es auch nach dem ersten Trailer auf den ersten Blick für jeden passionierten Spieler nach "Yet another Zombie-Game" aussehen, doch ich bin schon mehr als gespannt auf dieses neue Endzeit-Abenteuer mit dem Killerpilz-Szenario.

14. November 2011

Look at my horse, my horse is amazing!


Um mir mein eigenes Haus kaufen zu können, musste ich ganz viel Kohle anscheffeln. So lange bin ich in Himmelsrand noch gar nicht unterwegs, aber der Jarl von Weisslauf erhob mich vor Kurzem in den höchsten Ehren-Stand, den er überhaupt vergeben kann: Den Thane. Was? Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt? Wie unhöflich von mir.


Mein Name ist Aleithea, geborene Nord. Flüchtling aus Helgen. Oder Heldin von Weisslauf, wenn ihr so wollt.

Mit dem Titel "Thane von Weisslauf" darf ich mir auch Grundstück in Weisslauf aneignen. Und das steckte ich mir zum Ziel. Um mir eine Hütte in der Festung leisten zu können, musste ich nicht nur eine Bande Vampire beseitigen, die Morthal terrorisierten, nein, ich musste auch zwei riesige Drachen in der Nähe von Windhelm zur Strecke bringen! Aber lange Rede, kurzer Sinn - nachdem ich die Drachenknochen und -Schuppen endlich für einen guten Preis an diverse Händler bringen konnte, war mein erstes Eigenheim in Greifnähe.

Es ist kein pompöser Anblick, das gebe ich zu. Aber es ist schöner, im eigenen Bett zu schlafen, anstatt fremde Strohbetten aller möglichen Gasthäuser platt zu liegen. Außerdem hält Lydia die Hütte einigermaßen sauber. Zu eurer Information: Lydia ist nicht meine gleichgeschlechtliche Bettgenossin, sondern eine persönliche Leibwächterin und Dienerin, die ich freundlicherweise vom Jarl zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich verstaute nach dem Einzug den Großteil meiner Ausrüstung in meiner Kiste und stellte mich dann vor die Haustür. Doch irgendetwas fehlte... Irgendetwas mehr wollte ich noch-... ein Pferd!

Wie toll wäre es, ein eigenes Pferd zu haben! Ich zog also noch Mal los und verkaufte meine Edelsteine, die ich auf Reisen gefunden und...- (sagen wir: gefunden!) habe.
Mein erstes Pferd fand ich in den Ställen von Weisslauf. Es war ein dunkelbraunes Modell, stämmig, hatte schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Aber es wirkte robust und seine dunklen Augen blickten mir verständnisvoll und wagemutig entgegen. Sofern man das von einem Pferdeblick behaupten kann. Sein Gesichtsausdruck gefiel mir.

Ich schwang mich sofort auf den Rücken des Pferdes und machte mich auf, in Richtung Westen. Kaum hatte ich den Fluss westlich der Festung von Weisslauf überquert, vernahm ich ein markerschütterndes aber bekanntes Geräusch. Ein Drache! Er kreiste majestätisch über dem Bauernhof neben der Straße. Ich stieg vom Pferd und zog meinen Bogen. Ich feuerte einen Stahlpfeil in den Himmel, genau in die Brust des Drachen. Doch das Ungetüm schwebte zu hoch und nicht mal meine hervorragend geschmiedeten Pfeile reichten so weit. Ich beobachtete den Drachen dabei, wie er noch ein bis zwei weitere Kreise über meinen Standpunkt zog und dann aber zurück zum Berghang schwebte und aus meiner Sicht verschwand. So ein Mist!
Ich wollte mich zurück auf mein Pferd schwingen aber-... ja, wo ist es denn? Etwas weiter vorne überquerte das Huftier gerade eine kleine Brücke. "Wenn du zurück in deinen Stall willst, ist das aber der falsche Weg, Monsieur!", rief ich dem Pferd nach, aber es half nichts. Ich eilte ihm hinterher, musste sogar einen kurzen Sprint einlegen, um es zu erreichen. Ich stieg wieder auf. Zurück im Sattel folgte ich dem Weg entlang des Flusses Richtung Westen. Mein Ziel ist die Stadt Rifton. Zu Fuss dürfte ich etwa einen Tag brauchen, vielleicht kann ich mit Hilfe des Pferdes etwas Zeit einsparen.

Nur wenige 100 Meter weiter passierte ich einen Turm. Davor stand eine junge Frau. "Diese Wegstrecke ist gebührenpflichtig.", sagte sie. "Das hier ist ein freies Land", informierte ich sie. "Ich reite, wohin es mir gefällt." "200 Goldstücke und Ihr dürft reiten, wohin es euch auch immer gefällt.", entgegnete die Wegelagerin. Ich seufzte. "They see me rollin' they hatin'", murmelte ich. "Zahlt den Wegeszoll und euch soll nichts geschehen!", rief die Banditin und spannte ihren Bogen. "Das werden wir gleich sehen!", antwortete ich, sprang vom Pferd und zog meine Kriegsaxt. Schon flogen die ersten Pfeile von der Gegenseite des Flusses in meine Richtung. Das Pferd wieherte erschrocken auf und galoppierte in die Richtung, aus der wir kamen davon. Ich erschlug die Banditin vor dem Turm und den nächsten Banditen, der mir entgegen kam. Aus dem Augenwinkel erblickte ich das Pferd. Es war außerhalb der Reichweite der gegnerischen Bogenschützen stehen geblieben. Ich betrat den Turm und erklomm die Leiter zur ersten Zwischenebene. Hier gab es keine Gegner. Ich stieg eine weitere Leite hinauf und kam in einen Raum mit einem Durchgang. Dieser führte auf eine Ein-Mann-schmale Brücke, welche diesen Turm mit einem identischen Gegenstück auf der anderen Seite verband. Auf der Brücke standen Bogenschützen und weitere bewaffnete Banditen. Mit der gezogenen Waffe betrat ich die schmale Brücke und begann das Feld von Vorne frei zu räumen. Plötzlich hörte ich ein mir bekanntes Wiehern aus der Nähe. Aus unmittelbarer Nähe! WAS ZUM-...?! Hinter mir stand das Pferd und griff mit wütendem Wiehern und Huftritten meine Gegner vor mir an. Wie ist das überhaupt möglich?! Die Brücke war für mich schon viel zu schmal! Da ich seitlich nicht am Pferd vorbei konnte und vorne der Weg mit Leichen gesäumt war, wir aber von der anderen Flussseite her immer noch mit Pfeilen beharkt wurden, gab es nur einen Ausweg. Ich schwang mich auf mein Pferd und ritt rückwärts vorsichtig den schmalen Steg zurück in den Turm hinein. Im Turm selber blieb kein Platz, um vom Pferd zu steigen und um die Ecke mit der schmalen Leiter hinab in die erste Ebene kam ich mit dem Tier auch nicht. Was für eine treudoofe Kreatur. Wie ist sie überhaupt hierher gekommen?
Ich riss das Zügel herum und versuchte den einzigen Ausweg zu nehmen, der mir noch blieb, ohne mich dem tödlichen Pfeilhagel der Gegner oder dem sicheren Sturz von der Brücke in den Fluss zu übergeben. Ich nahm die Leiter nach oben.


Heldenhaft thronte ich auf meinem übermächtigen Kriegspferd auf der Zinne des Turmes. Pfeile schnellten an meinem Ohr und vor meiner Brust vorbei, doch diesen glorreichen Moment konnte mir keiner nehmen. "Fickt euch!", rief ich mit ganzer Seele zum anderen Flussufer hinüber. "Fickt euch und euren Wegzoll, ihr Idioten!", schrie ich.
In dem Moment wieherte mein Pferd laut und bäumte sich auf. Ein Pfeil hatte sich in seine Brust gebohrt. Es verlor sein Gleichgewicht auf der engen Zinne des Turmes und gemeinsam stürzten wir über die Brüstung hinunter in die Tiefe.
Während alle Knochen in meinem Körper barsten und ich im eisigen Wasser des Flusses versank, sah ich aus dem Augenwinkel, wie der tote Körper meines Pferdes von der Strömung davon getragen wurde...

Sarah liess den Xbox 360-Controller aus der Hand fallen und warf die Hände in die Luft. "NEIN! PFEEERD!" "Was ist passiert?", fragte ihr Mannfreund, der neben ihr an seinem PC arbeitete. "Mein Pferd, das ich mir neu gekauft hab ist soeben den Bach runter gegangen. Jetzt muss ich das Spiel neu laden und den ganzen Weg von den Ställen aus nochmal machen!" "Was-... Wie-... Ach, ich frag nächstes Mal gar nicht erst."

16. August 2011

Gamescom 2011


Nun ja, die gamescom 2011 steht eigentlich nicht mehr nur schon vor der Tür, sondern hat schon angefangen, denn heute Abend verpasse ich bereits meine erste Branchen-Party. Aber derer wird's noch viele geben und was an, vor, nach und bei und in und überhaupt an der Messe zahlreicher vorhanden sein sollte sind: Gute Videospiele.

Ich freue mich auf Mario Kart 7, Luigis Mansion 2, Xenoblade Chronicles, Professor Layton und das letzte Phantom (Wetten, ob das wirklich der deutsche Titel wird, laufen noch), Skyrim, Battlefield 3, El Shaddai, Catherine, The Legend of Zelda: Skyward Sword und hoffe, dass mindestens ein Teil davon an der gamescom anzutreffen sein wird.
Und ihr natürlich,
auf euch
freue ich mich auch.

12. August 2011

Xenoblade Chronicles


Ich würde ja fast behaupten, auf Xenoblade Chronicles darf man sich genre-übergreifend freuen. Das Japano-RPG (mein Erstes. Das ich wirklich mag.) bedarf einiger Eingewöhnungszeit, vor Allem was das Kampfsystem angeht, aber Heidewitzka- zahlt das sich aus!

In Xenoblade Chronicles dreht sich alles um das magische Schwert Monado. Jawohl, das rosa/rote Ding, das man auf fast allen Xenoblade Bildern sieht. Es macht vorerst vielleicht optisch nicht viel her. Aber wird das Monado im Kampf eingesetzt, verwandelt es sich in das sogenannte "Ultimativ stärkste Lichtschwert Ever ORLYOMGLOLOKBAI!"

Der Protagonist, der auf den dämlichen Namen "Shulk" hört (Nein, nicht "Shalk" ausgesprochen, wie der mächtige Hulk, sondern "Schulk" wie "Schulkind"*) stellt sich als wahrer Träger des UsLEORLYOMGLOLOKBAI heraus. Er macht es sich aus einem überhaupt nicht offensichtlichen oder RPG absolut repetitiven und fantasielosen Grund zur Aufgabe, die bösen Mechons, eine feindliche Roboterspezies zu zerstören.
Viel Glück.

Natürlich macht Shulk selber nicht viel, sondern der Spieler. Dem wird nämlich gleich zu Beginn ein unheimlich komplexes Kampsystem vor die Nase geworfen, mit dem er im ersten Kampf erst mal selber zurecht kommen muss. Aber keine Angst, die nächsten acht bis fünfzehn Spielstunden des Spiels sind mit Tutorial-Hinweisen geschmückt.

Warum ich Xenoblade aber trotz all dem bisher geschriebenen (was? das ist doch alles sehr positiv!) aber total geil finde, erfahrt ihr demnächst.
Nämlich wenn's raus ist. Ab dem 19. August.


*Entymokollation = Ein Vergleich, der gleichzeitig die Herleitung des Wortes beinhält. Ja, ich habe diesen Ausdruck gerade erfunden. Und ich fühle mich gerade extrem intelligent, was in meinem Fall extrem-gut-im-googlen gleich zu setzen ist.