10. Mai 2012

Ich bin umgezogen!

Das neue Blogger und Google+ sind ja leider scheiße, deswegen bin ich umgezogen!

>>> HIER GEHT'S ZUM NEUEN BLOG <<<

Meinen Lieblings-Gregor setze ich auch noch an die Gameblog.ch-Problematik, dann führt die alte Domain bald zur neuen Adresse :)

Viel Spaß

... und Tschüss!

8. Mai 2012

So, ich habe beschlossen, ich will wieder bloggen.
Aber blogger.com ist leider Scheiße geworden, da man sich jetzt mit dem Google+ Konto anmelden und verlinken muss. Es gibt kein eigenes Blogger-Profil mehr, nur noch Google+.
Wenn ihr mich vielleicht kennt (zum Beispiel auf Google+) dann werdet ihr schon wissen, dass ich Google+ nicht nutze. Tja, Pech. Das bedeutet im Klartext:
Ich ziehe um! Denn ich möchte diesen Blog, den ich doch schon seit 2001 mehr als unregelmäßig führe wieder etwas mit neuem (und vor allem häufigerem) Content beliefern.
Das bin ich euch, meine lieben Leser, sprich: Meine liebe Familie und den anderen beiden schuldig.

28. Februar 2012

Die traurige Küche

... oder "Traurig in der Küche"? Wahrscheinlich beides.
Wisst ihr eigentlich, wozu man eine Dunstabzugshaube braucht? Ich wußte vor wenigen Monaten noch nicht einmal, was das überhaupt ist. Verbunden mit einem Dunstabzug ist das aber eigentlich eine ganz feine Sache.
Da sich unsere Küche gerade im Umbau (Dauerzustand) befindet, sind weder Dunstabzugshaube noch Dunstabzug vorhanden. Genauergenommen sollte man diese Konstruktion sowieso eher Küchendunststabilisator oder Kochgeruchsneutralisator nennen. Wenn ich so darüber nachdenke, sind meine Begriffe eigentlich nur komplizierter und sagen genau das gleiche aus. Lustig wie ich erst jetzt darauf komme.
Jedenfalls habe ich keinen Dunstabzug in der Küche. Und da ich seit wenigen Monaten auch aktiv koche, kann ich jetzt sogar über dieses kleine Alltagsproblem (oder First World Problem? Wahrscheinlich beides.) schreiben. Seit wir keine Dunstabzugshaube mit Dunstabzug mehr in der Küche haben, riecht die Küche immer noch ein paar Stunden lang danach, worin gekocht wurde. Man merke sich: "worin" nicht "was", denn lustiger-, komischer- oder vielleicht auch auf irgendeine Art ironischerweise riecht es immer entweder nach gebratenem Fett, Öl oder ... unbeschreiblichem Essig-... Ach, was weiß ich - Küchen sind ein Neugebiet für mich.
Wie dem auch sei, keine Dunstabzugshaube, kein Dunstabzug, stehender Geruch. Dieser setzt sich mit Vorliebe in den ersten drei Schichten Kleidung ab und in langen Haaren. Diese langen Haare wollen seither jeden Tag gerne gewaschen werden, denn ich hatte es 1. nach kurzer Zeit schon satt auf der Arbeit mit "Deine Haare riechen nach Fischstäbchen" begrüsst zu werden und 2. stört es meinen verehrten Mannfreund sehr, wenn ich nach leckerem (?!) Essen rieche, da er zurzeit Diät macht. Eine Nulldiät. Definitiv die effektivste Abnehm-Methode die ich je zu Gesicht bekommen hab. Also keine Dunstabzugshaube, kein Abzug, kein Bock auf Fischstäbchen-und-Essig-Haar, TÄGLICHE HAARWÄSCHE! Tägliche Haarwäsche Freunde, bei langen Haaren! Ihr kennt ja die Probleme nicht, die damit verknüpft sind! Ich hatte nie schnell fettende Haare - bis JETZT! Ich hatte einen festgelegten Rhytmus von 2-3 Haarwäschen und 1 Kur pro Woche - bis JETZT! Meine Haare sind ein Desaster! Das tägliche schmerzhafte Kämmen ist ja noch nicht das Schlimmste, aber meine Haare sind mittlerweile zu richtigen Shampoo-Cracks geworden! Ich glaube, sie würden auch ihren Körper auf der Straße anbieten gegen Shampoo und Spülungen, wenn sie es könnten! Diese elenden-... Jedenfalls, was ich damit sagen will:

DENKT MAL AN DIE FUCKING UMWELT, BITCHES!

Weniger Haarwäschen, weniger Wasserverbrauch, weniger hohe Wasser-Rechnung, weniger hohe Heiz-Rechnung = genügend Geld für eine Dunstabzugshaube mit Dunstabzug.
...
Oh.
Jetzt sehe ich den Haken an der Sache, oder besser den Teufelskreis.
Wahrscheinlich beides.

Abb.: Klassische Dunstabzugshaube. Symbolbild.

6. Februar 2012

Die Patriots und Ich

Die schönsten Szenen vom gestrigen Superbowl XLVI:

- Die Szene, in der alles sehr schnell ging
- Die Szene, in der man so tat, als wäre man schon seit Jahren Fan der einen Mannschaft
- Die Szene, in der alles etwas unübersichtlich wirkte
- Die Szene mit der Unterbrechung
- Die Szene, in der man mitbekam, daß mit einem eiförmigen Ball gespielt wird
- Die Mega-Playback-Show
- Die Szene, in der für europäische Verhältnisse recht viel gelaufen wurde
- Die Szene, von der man leider fast gar nichts mitbekommen hat
- Die Szene mit Tom Brady im Bild
- Die Szene, in der auch die Zeitlupe recht wenig zur Auflösung beitrug
- Die Szene, zu der man trotzdem kennerisch nickte
- Die Szene in der man davon überzeugt war, das eigene Team hätte gewonnen, es jedoch schlussendlich die Gegner waren...

5. Februar 2012

The Last of Us

Im Jahre 2008 zog BBCs "Planet Earth"-Serie die Aufmerksamkeit auf sich mit einem Beitrag über eine Spore namens Cordyceps Fungus. Diese Pilz-Spore befällt nur eine bestimmte Art Ameise, die 24-Stunden-Ameise. Befallene Tiere zeigen ein untypisches Verhalten und wenn sie von Artgenossen entdeckt werden, bringen diese das befallene Insekt so weit weg wie möglich vom Nest und der Zivilisation. Das sterbende Insekt wurde in der BBC Dokumentation von der Infektion gegen den eigenen Willen nach oben getrieben und kletterte immer weiter, bis es nicht mehr ging. Aus dem Kopf der sterbenden Ameise heraus wuchs dann der monströse Pilz. Nach drei Wochen öffnet sich dieser und setzt weitere Sporen frei, die jede Ameise dem Untergang weihen, die sich in der Nähe befindet. Doch das ist nicht alles. Es gibt Tausende von Arten von Cortyceps Fungi und jede davon ist spezialisiert auf eine bestimmte Spezies. Sir Richard Attenborough schliesst den Beitrag mit den Worten

"Der Pilz ist wichtig für die Fauna des Urlaubs, da er es vermeidet, dass eine bestimmte Spezies die Überhand gewinnt. Je zahlreicher eine Spezies wird, desto warscheinlicher ist es für sie, diesem Untergang zum Opfer zu fallen."

2011 las ich in einem Buch mit dem verheissungsvollen Titel "You Might Be A Zombie And Other Bad News" über Toxoplasma Gondii. Dieser Parasit befällt Ratten, kann jedoch nur im Inneren einer Katze überleben. Der Bazille ist bewusst, dass die Ratte irgendwie in die Katze hinein gelangen muss. Der Parasit übernimmt deshalb das Gehirn der Ratte und leitet sie entgegen ihrer natürlichen Instinkte auf Katzen zu. Die Ratte wird vom Parasit dazu programmiert, gefressen zu werden und weiß es selber noch nicht einmal.

Aber das sind ja nur Insekten und Ratten, richtig?

Vor allem Sir Richard Attenboroughs letzter Satz hat Spiele-Regisseur Bruce Straley und Creative Director Neil Druckmann vom Entwicklerstudio Naughty Dog, die zuletzt für Uncharted verantwortlich waren dazu gebracht, über einen Punkt etwas weiter nachzudenken:

Was wäre wenn?

Dies führte für Straley den Fungus aus dem Dschungel auf die PS3. "Was würde passieren, wenn das hier Menschen befällt?" Von diesem Punkt aus ergab sich das Szenario für ihr nächstes Videospiel wie von selbst: Das Ende der Welt.

Die Protagonisten des kommenden Endzeit-Titels sind der ältere und erfahrene Joel und die junge Ellie, die niemals die alte Welt kannte, wie wir sie heute kennen. Aufgewachsen im Chaos und dazu verdammt, in diesem zu sterben.
Der Spieler schlüpft aber in die Haut von Joel, der wie wir in der normalen Welt aufgewachsen ist. Er musste viele dunkle Wege kennen lernen um in der post-Apokalypse überleben zu lernen. Ganz anders als seine Partnerin Ellie. Für sie ist diese brutale und harte Welt das Einzige, was sie jemals kannte. Die "The Last of Us"-Kreativen Straley und Druckmann wissen von der derzeitigen Überfülle an Zombie-Spielen auf dem Videospielmarkt. Doch ihr Spiel soll sich vom Einheitsbrei distanzieren, in dem nicht Horror, Schockmomente und Schiesswut im Mittelpunkt stehen, sondern der menschliche Charakter und seine emotionale Adaption an die im Situationen im Spiel.

Noch mag es auch nach dem ersten Trailer auf den ersten Blick für jeden passionierten Spieler nach "Yet another Zombie-Game" aussehen, doch ich bin schon mehr als gespannt auf dieses neue Endzeit-Abenteuer mit dem Killerpilz-Szenario.

16. Dezember 2011

14. Dezember 2011

Wozu hat man eigentlich zehn Zehen?

Eigentlich braucht es ja nur acht. Oder?
Wozu sind die kleinen Zehen da?
Damit man Tischbeine, Möbel- und Sofakanten schmerzhafter erwischen kann.

Es war Sonntag Abend. Das Football Spiel der New England Patriots gegen die Washington Red Skins ist gerade zu Ende gegangen. Die Patriots haben Dank Tom Brady und Rob Gronkowski zwar gewonnen, aber es war knapp. Und glücklich wäre ich in diesem Spiel tatsächlich mit jedem Ausgang gewesen, denn ein guter Freund ist ein Red Skins Anhänger. Mein Mannfreund hingegen trägt selbst zum Einkaufen im Supermarkt seine Patriots-Jacke. Und vor wenigen Monaten hätte er fast den Mann vor uns an der Kasse mit einem französischen Baguette verprügelt, weil er einen Hoodie der New York Jets trug. Sie beliessen es am Ende beide mit friedlichen Beschimpfungen von denen ich "Möge eine zahnlose Ziege dir die Eier abbeissen" am besten fand.
Jedenfalls war es Sonntag Abend und ich wollte gerade ins Bett gehen. Mannfreund verbrachte noch etwas Zeit mit Schönheitspflege im Bad und ich ging noch einmal zum Fernsehtisch, um mein Buch zu holen. Auf dem sehr kurzen Weg dahin lief ich geradewegs in das Sofa. Jeder kennt die schmerzhafte Sensation, gegen Möbelkanten zu treten. Es ist vergleichbar mit einem entschlossenen Schritt auf ein LEGO-Bauteilchen.

Jedenfalls fluchte ich sehr laut und sehr lange, nahm mein Buch und ging ins Bett. Am nächsten Tag bemerkte ich einen sehr leichten Schmerz und eine komische Verformung meines äußersten kleinen Zehs. Wozu haben wir diesen Scheiß überhaupt? Er hat eine komische Form und ein Knochen guckt definitiv an einem neuen Ort hinaus. Ich mein... Was ist die Funktion von diesem Körperteil?!

Ich habe Schmerzen, ich bin schlecht gelaunt und meine Schuhe passen mir nicht mehr.
Das wollte ich der Welt nur mal mitteilen.

14. November 2011

Look at my horse, my horse is amazing!


Um mir mein eigenes Haus kaufen zu können, musste ich ganz viel Kohle anscheffeln. So lange bin ich in Himmelsrand noch gar nicht unterwegs, aber der Jarl von Weisslauf erhob mich vor Kurzem in den höchsten Ehren-Stand, den er überhaupt vergeben kann: Den Thane. Was? Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt? Wie unhöflich von mir.


Mein Name ist Aleithea, geborene Nord. Flüchtling aus Helgen. Oder Heldin von Weisslauf, wenn ihr so wollt.

Mit dem Titel "Thane von Weisslauf" darf ich mir auch Grundstück in Weisslauf aneignen. Und das steckte ich mir zum Ziel. Um mir eine Hütte in der Festung leisten zu können, musste ich nicht nur eine Bande Vampire beseitigen, die Morthal terrorisierten, nein, ich musste auch zwei riesige Drachen in der Nähe von Windhelm zur Strecke bringen! Aber lange Rede, kurzer Sinn - nachdem ich die Drachenknochen und -Schuppen endlich für einen guten Preis an diverse Händler bringen konnte, war mein erstes Eigenheim in Greifnähe.

Es ist kein pompöser Anblick, das gebe ich zu. Aber es ist schöner, im eigenen Bett zu schlafen, anstatt fremde Strohbetten aller möglichen Gasthäuser platt zu liegen. Außerdem hält Lydia die Hütte einigermaßen sauber. Zu eurer Information: Lydia ist nicht meine gleichgeschlechtliche Bettgenossin, sondern eine persönliche Leibwächterin und Dienerin, die ich freundlicherweise vom Jarl zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich verstaute nach dem Einzug den Großteil meiner Ausrüstung in meiner Kiste und stellte mich dann vor die Haustür. Doch irgendetwas fehlte... Irgendetwas mehr wollte ich noch-... ein Pferd!

Wie toll wäre es, ein eigenes Pferd zu haben! Ich zog also noch Mal los und verkaufte meine Edelsteine, die ich auf Reisen gefunden und...- (sagen wir: gefunden!) habe.
Mein erstes Pferd fand ich in den Ställen von Weisslauf. Es war ein dunkelbraunes Modell, stämmig, hatte schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Aber es wirkte robust und seine dunklen Augen blickten mir verständnisvoll und wagemutig entgegen. Sofern man das von einem Pferdeblick behaupten kann. Sein Gesichtsausdruck gefiel mir.

Ich schwang mich sofort auf den Rücken des Pferdes und machte mich auf, in Richtung Westen. Kaum hatte ich den Fluss westlich der Festung von Weisslauf überquert, vernahm ich ein markerschütterndes aber bekanntes Geräusch. Ein Drache! Er kreiste majestätisch über dem Bauernhof neben der Straße. Ich stieg vom Pferd und zog meinen Bogen. Ich feuerte einen Stahlpfeil in den Himmel, genau in die Brust des Drachen. Doch das Ungetüm schwebte zu hoch und nicht mal meine hervorragend geschmiedeten Pfeile reichten so weit. Ich beobachtete den Drachen dabei, wie er noch ein bis zwei weitere Kreise über meinen Standpunkt zog und dann aber zurück zum Berghang schwebte und aus meiner Sicht verschwand. So ein Mist!
Ich wollte mich zurück auf mein Pferd schwingen aber-... ja, wo ist es denn? Etwas weiter vorne überquerte das Huftier gerade eine kleine Brücke. "Wenn du zurück in deinen Stall willst, ist das aber der falsche Weg, Monsieur!", rief ich dem Pferd nach, aber es half nichts. Ich eilte ihm hinterher, musste sogar einen kurzen Sprint einlegen, um es zu erreichen. Ich stieg wieder auf. Zurück im Sattel folgte ich dem Weg entlang des Flusses Richtung Westen. Mein Ziel ist die Stadt Rifton. Zu Fuss dürfte ich etwa einen Tag brauchen, vielleicht kann ich mit Hilfe des Pferdes etwas Zeit einsparen.

Nur wenige 100 Meter weiter passierte ich einen Turm. Davor stand eine junge Frau. "Diese Wegstrecke ist gebührenpflichtig.", sagte sie. "Das hier ist ein freies Land", informierte ich sie. "Ich reite, wohin es mir gefällt." "200 Goldstücke und Ihr dürft reiten, wohin es euch auch immer gefällt.", entgegnete die Wegelagerin. Ich seufzte. "They see me rollin' they hatin'", murmelte ich. "Zahlt den Wegeszoll und euch soll nichts geschehen!", rief die Banditin und spannte ihren Bogen. "Das werden wir gleich sehen!", antwortete ich, sprang vom Pferd und zog meine Kriegsaxt. Schon flogen die ersten Pfeile von der Gegenseite des Flusses in meine Richtung. Das Pferd wieherte erschrocken auf und galoppierte in die Richtung, aus der wir kamen davon. Ich erschlug die Banditin vor dem Turm und den nächsten Banditen, der mir entgegen kam. Aus dem Augenwinkel erblickte ich das Pferd. Es war außerhalb der Reichweite der gegnerischen Bogenschützen stehen geblieben. Ich betrat den Turm und erklomm die Leiter zur ersten Zwischenebene. Hier gab es keine Gegner. Ich stieg eine weitere Leite hinauf und kam in einen Raum mit einem Durchgang. Dieser führte auf eine Ein-Mann-schmale Brücke, welche diesen Turm mit einem identischen Gegenstück auf der anderen Seite verband. Auf der Brücke standen Bogenschützen und weitere bewaffnete Banditen. Mit der gezogenen Waffe betrat ich die schmale Brücke und begann das Feld von Vorne frei zu räumen. Plötzlich hörte ich ein mir bekanntes Wiehern aus der Nähe. Aus unmittelbarer Nähe! WAS ZUM-...?! Hinter mir stand das Pferd und griff mit wütendem Wiehern und Huftritten meine Gegner vor mir an. Wie ist das überhaupt möglich?! Die Brücke war für mich schon viel zu schmal! Da ich seitlich nicht am Pferd vorbei konnte und vorne der Weg mit Leichen gesäumt war, wir aber von der anderen Flussseite her immer noch mit Pfeilen beharkt wurden, gab es nur einen Ausweg. Ich schwang mich auf mein Pferd und ritt rückwärts vorsichtig den schmalen Steg zurück in den Turm hinein. Im Turm selber blieb kein Platz, um vom Pferd zu steigen und um die Ecke mit der schmalen Leiter hinab in die erste Ebene kam ich mit dem Tier auch nicht. Was für eine treudoofe Kreatur. Wie ist sie überhaupt hierher gekommen?
Ich riss das Zügel herum und versuchte den einzigen Ausweg zu nehmen, der mir noch blieb, ohne mich dem tödlichen Pfeilhagel der Gegner oder dem sicheren Sturz von der Brücke in den Fluss zu übergeben. Ich nahm die Leiter nach oben.


Heldenhaft thronte ich auf meinem übermächtigen Kriegspferd auf der Zinne des Turmes. Pfeile schnellten an meinem Ohr und vor meiner Brust vorbei, doch diesen glorreichen Moment konnte mir keiner nehmen. "Fickt euch!", rief ich mit ganzer Seele zum anderen Flussufer hinüber. "Fickt euch und euren Wegzoll, ihr Idioten!", schrie ich.
In dem Moment wieherte mein Pferd laut und bäumte sich auf. Ein Pfeil hatte sich in seine Brust gebohrt. Es verlor sein Gleichgewicht auf der engen Zinne des Turmes und gemeinsam stürzten wir über die Brüstung hinunter in die Tiefe.
Während alle Knochen in meinem Körper barsten und ich im eisigen Wasser des Flusses versank, sah ich aus dem Augenwinkel, wie der tote Körper meines Pferdes von der Strömung davon getragen wurde...

Sarah liess den Xbox 360-Controller aus der Hand fallen und warf die Hände in die Luft. "NEIN! PFEEERD!" "Was ist passiert?", fragte ihr Mannfreund, der neben ihr an seinem PC arbeitete. "Mein Pferd, das ich mir neu gekauft hab ist soeben den Bach runter gegangen. Jetzt muss ich das Spiel neu laden und den ganzen Weg von den Ställen aus nochmal machen!" "Was-... Wie-... Ach, ich frag nächstes Mal gar nicht erst."

24. August 2011

22. August 2011